Übernahmeverhandlungen von Covestro mit Adnoc und ambitioniertes Sparprogramm

Fokus auf Wachstum und Transformation

Neues Hauptquartier von Covestro

Der Vorstand von Covestro hat auf Basis der bisherigen ergebnisoffenen Gespräche mit der Abu Dhabi National Oil Company, kurz Adnoc, beschlossen, mit Adnoc in konkrete Verhandlungen über eine mögliche Transaktion und den möglichen Abschluss einer Investorenvereinbarung einzusteigen. Die bisherigen Gespräche haben aus Sicht des Vorstands gezeigt, dass ein gemeinsames Grundverständnis über wesentliche Kernthemen einer möglichen Transaktion einschließlich der Unterstützung der weiteren Wachstumsstrategie von Covestro grundsätzlich erreicht werden könnte. Ausgangspunkt der Verhandlungen ist ein von Adnoc gegenüber Covestro in Aussicht gestellter Angebotspreis von 62 Euro je Covestro-Aktie. „Wir haben in unseren Gesprächen mit Adnoc gute Fortschritte erzielt. Daher haben wir beschlossen, in konkrete Transaktionsverhandlungen mit Adnoc einzutreten“, erklärt Markus Steilemann, Vorstandsvorsitzender von Covestro.

Nur einen Tag nach Bekanntgabe des Übernahmeangebots von Adnoc hat der Chemiekonzern ein ehrgeiziges Sparprogramm angekündigt und will damit die Weichen für den Ausbau seiner Wettbewerbsposition stellen. Angesichts eines sich rasant verändernden Marktumfelds hat das Unternehmen dazu ein weltweites Transformationsprogramm gestartet: „Strong” soll das Unternehmen noch effektiver und effizienter machen und die Digitalisierung vorantreiben. Bis 2028 will der Konzern weltweit jährlich 400 Millionen Euro an Sach- und Personalkosten einsparen. 190 Millionen Euro davon entfallen auf Deutschland. Markus Steilemann ordnet ein: „Die vergangenen Jahre waren herausfordernd für die chemische Industrie und für Covestro. Trotz aller Herausforderungen haben wir unsere Strategie ,Sustainable Future' weiter vorangetrieben. Mit ,Strong' führen wir unsere Transformation konsequent fort.“

Covestro setzt auf KI zur Produktivitätssteigerung

Erste Maßnahmen zur Kostensenkung konnten bereits eingeleitet werden. Darüber hinaus treibt das Unternehmen den Einsatz von künstlicher Intelligenz voran, um Effizienz und Produktivität in Zukunft weiter zu steigern. „Gerade jetzt bleiben unsere vier Fokusbereiche zentral, die für unseren Erfolg entscheidend sind, nämlich eine zuverlässige Produktion, eine bessere Anlagenauslastung, volle Kundenzentrierung auf eine margenstarke Nachfrage sowie ein hohes Kostenbewusstsein“, sagt Christian Baier, Finanzvorstand von Covestro.

Vorstand und Arbeitnehmervertretungen treffen neue Vereinbarungen

Vorstand und Arbeitnehmervertreter haben sich zudem auf ein umfassendes Maßnahmenpaket zur langfristigen Sicherung der Beschäftigung an den deutschen Standorten geeinigt. Im Rahmen der neu verhandelten Transformationstarifverträge verzichtet Covestro bis Ende 2032 auf betriebsbedingte Beendigungskündigungen und gibt ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland ab. Die neuen Vereinbarungen lösen die bisherige Gesamtbetriebsvereinbarung und die Konzernbetriebsvereinbarung „Zukunftssicherung“ ab, die noch bis 2028 gelten. Mit den neuen Vereinbarungen schafft Covestro zugleich einen festen Rahmen für die weitere Transformation des Unternehmens. Die getroffenen Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung stellen dabei sicher, dass der Personalabbau im Rahmen der Umsetzung des Transformationsprogramms in Deutschland sozialverträglich erfolgt, zum Beispiel in Form von freiwilligen Aufhebungsverträgen oder Arbeitszeitreduzierungen.

Bekenntnis zum Standort Deutschland

„Wir stehen als Unternehmen weiterhin vor großen Herausforderungen in einem sich immer schneller wandelnden Geschäftsumfeld. Daher ist es zwingend, die erfolgreiche Transformation von Covestro weiter voranzutreiben und die Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft zu sichern. Unsere starke Position verdanken wir auch der hervorragenden Arbeit all unserer Mitarbeitenden und der engen Zusammenarbeit mit unseren Arbeitnehmervertretungen. Covestro gibt mit den Kollektivvereinbarungen ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland ab, inklusive Zusagen in Investitionen in die Standorte sowie dem Verbleib der Konzernzentrale in Leverkusen“, betont Dr. Thorsten Dreier, Technologievorstand und Arbeitsdirektor von Covestro, abschließend.
 

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