Covestro ist eine Partnerschaft mit Govy Technology, einer Tochtergesellschaft der Guangzhou Automobile Group (GAC), eingegangen. Gemeinsam wollen sie neue Werkstoffentwicklungen für fliegende Autos vorantreiben. Dabei geht es um elektrisch startende und landende Flugzeuge, abgekürzt „eVTOL“ für Electric Vertical Takeoff and Landing Aircraft. Die Zusammenarbeit der Partner zielt darauf ab, durch moderne Materiallösungen eine effizientere und nachhaltigere urbane Mobilität in der Luft zu ermöglichen.
Covestro unterzeichnet Kooperationsvereinbarung für gemeinsame Entwicklung
Covestro ist eines von acht Unternehmen, die eine Absichtserklärung für diese Zusammenarbeit unterzeichnet haben. Daneben gehören weitere Partner aus den Bereichen KI, Informationstechnologie für Tiefflug oder Anbieter für Kohlefaser-Verbundwerkstoffe dazu. Als Partner in diesem ambitionierten Projekt bringt Covestro seine Expertise in Hochleistungsmaterialien und nachhaltigen Lösungen für die Weiterentwicklung von fliegenden Autos der nächsten Generation ein. „Unsere Zusammenarbeit mit GAC stellt einen bedeutenden Schritt zur Transformation der urbanen Luftmobilität dar. Durch die Nutzung der Expertise von Covestro bei nachhaltigen und innovativen Materialien und GACs Führungsrolle in der Entwicklung fliegender Autos sind wir in der Lage, gemeinsam zu Lösungen zu kommen, um die Möglichkeiten des urbanen Transports neu zu definieren“, erklärt Lily Wang, Leiterin der Geschäftseinheit Engineering Plastics bei Covestro.
Zusammenarbeit mit Covestro soll Entwicklung fliegender Autos beschleunigen
„Wir sind entschlossen, bisherige Grenzen der Innovation zu überwinden und die Zukunft der Mobilität so bald wie möglich Realität werden zu lassen“, sagt Su Qingpeng, Geschäftsführer von Govy. „Die Partnerschaft mit Covestro und anderen Branchenführern ermöglicht es uns, die Entwicklung unserer fliegenden Autos zu beschleunigen und sichere, nachhaltigere und bahnbrechende Transportlösungen für urbane Umgebungen zu schaffen.“
China allgemein macht bedeutende Fortschritte in der Entwicklung von „eVTOL“-Flugzeugen und nutzt dabei beispielsweise seine heimischen Entwicklungen in der Batterietechnologie, um diese Innovationen in urbane Transportsysteme zu integrieren. Das Potenzial von Flugautos, städtische Staus zu reduzieren, Umweltverschmutzung zu verringern und die Konnektivität zu verbessern sorgt für einen besonderen strategischen Fokus auf dem Thema. Die Verbraucherwünsche nach effizienten Transportmitteln und die Ziele der Regierung für technologische Innovation und nachhaltige Stadtentwicklung sind auf gleicher Linie. Da die von GAC entwickelten Flugautos elektrisch betrieben werden, sind sie für kurze Strecken im Stadtverkehr konzipiert. Aktuelle Modelle bieten Reichweiten von wenigen hundert Kilometern, sodass sie für Pendlerfahrten zwischen Städten geeignet sind.
Covestro und Govy konzentrieren sich auf leichte, smarte Materiallösungen mit niedrigerem CO2-Fußabdruck
Im Rahmen der Vereinbarung werden Covestro und Govy in mehreren Schwerpunktbereichen zusammenarbeiten. Zu den wichtigsten Initiativen gehören die Entwicklung innovativer Polycarbonat-Verglasungslösungen zur Reduzierung des Fahrzeuggewichts bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung hoher Leistungs- und Sicherheitsstandards sowie die Erforschung von Materialien für intelligente und effiziente Beleuchtungssysteme, die auf die einzigartigen Anforderungen von „eVTOL“-Flugzeugen zugeschnitten sind. Die Zusammenarbeit wird sich auch mit Hochleistungsmaterialien befassen, die eine nahtlose Integration von smarten Systemen und Komponenten wie Displays ermöglichen. Ein starker Schwerpunkt wird zudem auf kohlenstoffarme Lösungen gelegt, wobei Materialien mit per Massenbilanzierung attribuiertem, bio-zirkulärem Inhalt und recycelten Rohstoffen verwendet werden sollen. Damit soll der CO2-Fußabdruck der Fahrzeuge an sich reduziert werden.
Elektrisch betriebener Prototyp mit Reichweite von 200 Kilometern vorgestellt
Bei der Zeremonie zur Unterzeichnung der Vereinbarung wurde ein Flugauto-Prototyp enthüllt, der eine Reichweite von 200 Kilometern hat, die er in nur 40 Minuten überwinden kann. Der Prototyp integriert Eigenschaften von Starrflüglern und Drehflüglern und kombiniert damit sowohl die Effizienz des konventionellen, flugzeugähnlichen Vorwärtsflugs als auch die Vielseitigkeit des vertikalen Starts und der Landung von Hubschraubern. Die Vorbestellung solcher Modelle soll ab 2025 möglich sein und eine neue Ära im Personen- und Stadtverkehr einläuten.