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rHDPE- und rPP-Rezyklate für den direkten Lebensmittelkontakt
FDA bestätigt Coperion-Technologie für lebensmitteltaugliche Rezyklate
Donnerstag, 09. Juli 2026
| Redaktion
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Coperions Siloentgasung Ecofresh und seine Doppelschneckenextruder erhalten den Letter of No Objection (LNO) von der FDA und eignen sich somit für die Herstellung lebensmitteltauglicher HDPE- und PP-Rezyklate.
Coperions Siloentgasung Ecofresh und seine Doppelschneckenextruder erhalten den Letter of No Objection (LNO) von der FDA und eignen sich somit für die Herstellung lebensmitteltauglicher HDPE- und PP-Rezyklate, Bild: Coperion

Coperion hat für seine Recyclingtechnologie zur Herstellung von rHDPE- und rPP-Rezyklaten einen „Letter of No Objection“ (LNO) der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) erhalten. Die Behörde bestätigt damit, dass die Kombination aus Doppelschneckenextruder und der Siloentgasung „EcoFresh“ die Anforderungen für Materialien als  lebensmitteltaugliche Rezyklate erfüllt, die in direktem Kontakt mit Lebensmitteln eingesetzt werden. Nach Unternehmensangaben ist Coperion der erste Komplettanbieter, der eine solche Dekontaminationslösung für Durchsätze von kleinen Produktionsmengen bis zu 6.000 Kilogramm pro Stunde anbietet.

Hohe Anforderungen an lebensmitteltaugliche Rezyklate

Rezyklate für Lebensmittelverpackungen müssen deutlich strengere Anforderungen erfüllen als Recyclingkunststoffe für andere Anwendungen. Entscheidend ist, dass mögliche Verunreinigungen zuverlässig entfernt werden. Zudem müssen die Materialien die gesetzlichen Vorgaben für den direkten Lebensmittelkontakt erfüllen. Die FDA-Bestätigung eröffnet neue Möglichkeiten für geschlossene Verpackungskreisläufe. So können beispielsweise gebrauchte HDPE-Milch- oder Saftflaschen zu lebensmitteltauglichem Regranulat verarbeitet werden. Anschließend können sie erneut für vergleichbare Verpackungen eingesetzt werden. Auch Polypropylen-Verpackungen wie Joghurtbecher, Schalen oder Lebensmittelbehälter lassen sich wieder zu Verpackungen mit direktem Lebensmittelkontakt recyceln. „Die Bestätigung durch die FDA bedeutet, dass rHDPE und rPP, das mit unseren Technologien hergestellt wird, in Anteilen bis zu 100 Prozent für neue Verpackungen von Lebensmitteln aller Art eingesetzt werden können“, erklärt Stefan Lachenmayer, Global Commercial Director Recycling bei Coperion.

Lebensmitteltaugliche Rezyklate entstehen durch zweistufige Dekontamination

Grundlage der FDA-Bestätigung ist das Zusammenspiel zweier Prozessschritte. Zunächst wird das aufbereitete Kunststoffmaterial im gleichsinnig drehenden Doppelschneckenextruder aufgeschmolzen, homogenisiert und intensiv entgast. Anschließend entfernt die Siloentgasung „EcoFresh“ auch schwer flüchtige Migrationsstoffe zuverlässig aus dem Material. Für den Recyclingprozess werden gebrauchte HDPE-Getränkeflaschen oder deren Verschlüsse sowie PP-Verpackungen wie Gemüseverpackungen oder Joghurtbecher eingesetzt. Nach dem Schmelzprozess wird das Material gefiltert und granuliert. Im Anschluss erfolgt ein zweiter Dekontaminationsschritt in der Siloentgasung. Nach Angaben des Unternehmens ermöglicht erst das abgestimmte Zusammenspiel beider Technologien die für den Lebensmittelkontakt erforderliche Dekontaminationsleistung.

Recycling Innovation Center ermöglicht Praxistests

Unternehmen können den Recyclingprozess im „Recycling Innovation Center“ von Coperion unter realen Bedingungen testen. Dort stehen sowohl Doppelschneckenextruder als auch die Siloentgasung „EcoFresh“ für Versuche mit Originalmaterialien zur Verfügung. Gemeinsam mit dem Technikum von Herbold Meckesheim lässt sich damit der gesamte Recyclingprozess abbilden. Dieser reicht von der Zerkleinerung und Reinigung der Ausgangsmaterialien bis zur Herstellung des fertigen Regranulats.

Erweiterter Verpackungskreislauf durch lebensmitteltaugliche Rezyklate

Mit der FDA-Bestätigung stärkt Coperion die Möglichkeiten für den Einsatz mechanisch recycelter Kunststoffe in Lebensmittelverpackungen. Die Kombination aus Doppelschneckenextruder und Siloentgasung schafft die Voraussetzungen, hochwertige Rezyklate für anspruchsvolle Anwendungen herzustellen. Somit lassen sich Kunststoffe häufiger in geschlossenen Kreisläufen nutzen. „Die Grundlage für die Eignung unserer HDPE- und PP-Recyclinglösungen zur Herstellung von Lebensmittelkontaktmaterialien liegt in unserem ganzheitlichen Ansatz als Systemanbieter. Wir betrachten den gesamten Prozess und setzen unsere Dekontaminationstechnologien gezielt an verschiedenen Stellen der Prozesskette ein. Gerade deren optimales Zusammenspiel ermöglicht die effiziente Erreichung der notwendigen Dekontamination“, betont Stefan Lachenmayer abschließend.

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