Solider Start ins neue Geschäftsjahr
Röchling steigert 2025 seine Ertragskraft trotz herausforderndem Marktumfeld
Mittwoch, 03. Juni 2026
| Redaktion
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Der Vorstand von Röchling, v.l.n..r: Martin Schüler, Raphael Wolfram, Evelyn Thome und Dr. Daniel Bühler
Der Vorstand von Röchling, v.l.n..r: Martin Schüler, Raphael Wolfram, Evelyn Thome und Dr. Daniel Bühler, Bild: Tanja Hammel

Die Röchling-Gruppe hat das Geschäftsjahr 2025 trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen erfolgreich abgeschlossen. Mit einem Umsatz von mehr als 2,5 Milliarden Euro lag der Kunststoffverarbeiter zwar leicht unter dem Vorjahreswert, konnte jedoch seine Ertragskraft erneut verbessern. Wesentliche Impulse lieferten die Restrukturierung im Unternehmensbereich Automotive sowie die strategische Weiterentwicklung des Industriegeschäfts. Damit bestätigt der Kunststoffverarbeiter seinen Kurs, die Gruppe breiter aufzustellen und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Marktschwankungen zu erhöhen.

„2025 war für uns ein Jahr der operativen Disziplin und strategischen Fortschritte. In China und Europa haben wir unsere Strukturen konsequent weiterentwickelt und im Industrial-Teilbereich gleichzeitig neue Wachstumsschwerpunkte gesetzt. Dass wir trotz Gegenwind ein Ertragsplus erzielen, zeigt: Unser Transformationskurs greift“, beschreibt Raphael Wolfram, Sprecher des Vorstands der Röchling-Gruppe.

Röchling verbessert die operative Performance im Automotive-Geschäft

Der Geschäftsbereich Automotive blieb mit einem Umsatz von 1,2 Milliarden Euro die umsatzstärkste Sparte der Gruppe. Trotz rückläufiger Erlöse konnte Röchling die operative Performance deutlich steigern. Dazu trugen insbesondere Konsolidierungsmaßnahmen wie die Integration von „Röchling Precision Components“ sowie die Schließung des Werks in Chengdu bei. Die Maßnahmen verbesserten die Kostenstruktur nachhaltig und unterstützen die strategische Neuausrichtung des Geschäftsbereichs in einem anspruchsvollen Marktumfeld.

Industrial entwickelt sich zum Wachstumstreiber

Positiv entwickelte sich der Unternehmensbereich Industrial. Der Umsatz stieg um 1,4 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Wachstumstreiber war insbesondere das Composite-Geschäft in den Bereichen Energie und Transport. Der Preisrückgang bei Thermoplasten begrenzte zwar die Umsatzentwicklung, dennoch profitierte Röchling von einer stabilen Nachfrage nach Fertigteilen, die weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Profitabilität leisten. Gleichzeitig investiert der Unternehmensbereich gezielt in den internationalen Ausbau seiner Aktivitäten.

Röchling setzt die Modernisierung im Medical-Bereich fort

Im Unternehmensbereich Medical blieb die wirtschaftliche Erholung dagegen aus. Der Umsatz sank um 5,5 Prozent auf 219 Millionen Euro. Neben der anhaltenden Zurückhaltung vieler Kunden belasteten Investitionen in die Professionalisierung und Modernisierung des Geschäfts die Entwicklung. Nach Unternehmensangaben schreiten die entsprechenden Maßnahmen jedoch planmäßig voran und sollen die Grundlage für weiteres Wachstum schaffen.

Internationale Entwicklung prägt das Geschäft von Röchling

Regional zeigte sich ein differenziertes Bild. Während Europa ohne Deutschland um 4,4 Prozent zulegen konnte, entwickelten sich Deutschland und Asien rückläufig. In Amerika wirkten sich zusätzlich Währungseffekte auf die Umsatzentwicklung aus. Insgesamt investierte Röchling im Jahr 2025 rund 112 Millionen Euro in seine Standorte und Geschäftsfelder.

Röchling bestätigt Transformationskurs

Nach Ansicht des Vorstands bestätigt die Entwicklung der vergangenen Jahre die eingeschlagene Strategie. Seit 2020 konnte die Gruppe ihren Umsatz um rund 25 Prozent steigern und ihre Geschäftsbasis deutlich verbreitern. „Die aktuellen Herausforderungen unterstreichen, wie wirkungsvoll die Transformation der vergangenen Jahre unsere Aufstellung verändert hat. Das Wachstum der Umsätze seit 2020 um 25 Prozent zeigt klar: Wir sind heute deutlich breiter aufgestellt als noch 2020. Während Automotive weiterhin eine starke Säule bleibt, haben die Industrial- und Medical-Sparte überproportional zugelegt. Wir entwickeln uns damit von einer starken zu einer ausgewogen starken Gruppe. Das macht uns widerstandsfähiger“, sagt Raphael Wolfram.

Solider Start in das Geschäftsjahr 2026

Auch das erste Quartal 2026 verlief positiv. Mit einem Umsatz von 666 Millionen Euro gelang dem Unternehmen ein erfolgreicher Jahresauftakt. Trotz anhaltender wirtschaftspolitischer Unsicherheiten rechnet Röchling für das Gesamtjahr mit einem vergleichbaren Umsatzniveau wie 2025 und hält an seinen strategischen Zielen fest. Die Entwicklung zeige, dass die eingeleiteten Maßnahmen zur Stärkung der Ertragskraft und zur Diversifizierung des Geschäfts Wirkung entfalten. Damit sieht sich Röchling gut aufgestellt, um auch in einem volatilen Marktumfeld Wachstumspotenziale zu nutzen.

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