ABB Machine Vision / B&R auf der Chinaplas 2026
Color Camera verbessert Druckqualität und reduziert Ausschuss
Montag, 27. April 2026
| Redaktion
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Die neue B&R Color Camera bietet eine zuverlässige Lösung zur Erkennung von Druckmarken für OEMs und Maschinenbauer
Die neue B&R Color Camera bietet eine zuverlässige Lösung zur Erkennung von Druckmarken für OEMs und Maschinenbauer, Bild: ABB / B&R

Auf der Chinaplas 2026 stellt die Machine Automation Division von ABB eine Erweiterung ihres Vision-Portfolios vor. Die Color Camera von B&R steht im Mittelpunkt einer Lösung zur Qualitätssicherung in der Druckproduktion. Ziel ist es, Druckprozesse stabil zu halten und Ausschuss zu reduzieren. Dabei wird die Kamera direkt in den Maschinenregelkreis integriert und liefert kontinuierliches Feedback für laufende Prozesse. Auch bei hohen Geschwindigkeiten und anspruchsvollen Materialien bleibt die Erkennung von Druckmarken stabil.

Echtzeitkorrekturen im Druckprozess durch Color Camera 

Mit einer Auslegung für Liniengeschwindigkeiten von bis zu 500 Metern pro Minute ist die Color Camera für den Einsatz unter anspruchsvollen Bedingungen geeignet. Sie erkennt Druckmarken zuverlässig und ermöglicht unmittelbare Korrekturen während des laufenden Betriebs. Dadurch lassen sich Produktionsabweichungen frühzeitig ausgleichen. Durch die Integration in den Regelkreis erfolgt die Verarbeitung der Bilddaten ohne Verzögerung. Dies trägt dazu bei, die Gesamtanlageneffektivität zu verbessern und Materialverluste zu reduzieren. Gleichzeitig sorgt die Lösung für stabile und reproduzierbare Druckergebnisse. 

Closed-Loop-Vision mit integrierter Systemarchitektur

Ein zentrales Merkmal ist die enge Verzahnung von Bildverarbeitung, Steuerung und Antriebstechnik. Im Gegensatz zu separaten Vision-Systemen arbeitet die Color Camera innerhalb einer einheitlichen Plattform. Dadurch werden Latenzen und Synchronisationsprobleme vermieden. Die Integration ermöglicht Korrekturen im Mikrosekundenbereich. Das reduziert Schwankungen im Prozess und erhöht die Stabilität der Produktion. „Unsere neue Color Camera bringt Druckereien einen entscheidenden Schritt näher an autonome Vision-Systeme. Moderne Druckmaterialien, glänzend, transparent oder mehrfarbig, erschweren die sichere Erkennung von Druckmarken erheblich. Wenn diese Marken nicht durchgängig erkannt werden, steigt der Ausschuss und damit der Materialverbrauch, ein echtes Hindernis für hohe Effizienz und Margen. Genau hier setzt unsere neue Lösung an”, beschreibt Pieter Prinsloo, Global Product Manager, Machine Vision bei der Machine Automation Division von ABB.

Color Camera passt sich automatisch an wechselnde Bedingungen an

Die Color Camera verfügt über eine Auto-Exposure-Funktion, die Belichtungszeit und Kontrast während des Betriebs automatisch anpasst. Dadurch kann der Druckprozess ohne manuelle Eingriffe weiterlaufen, auch wenn sich Materialien oder Druckbilder ändern. Diese Anpassungsfähigkeit ist insbesondere bei wechselnden Substraten relevant. Sie sorgt dafür, dass die Erkennung von Druckmarken stabil bleibt und reduziert den Bedarf an manueller Nachjustierung. „Machine Vision wird bei uns zu einem integralen Bestandteil des Druckprozesses. Unsere Color Camera ist vollständig in das Maschinensteuerungssystem eingebettet. So liefern wir eine durchgängige Drucklösung, eine, die Druckereien und Maschinenbauern ein deutlich höheres Maß an Autonomie ermöglicht”, verdeutlicht Pieter Prinsloo.

Flexible Bildverarbeitung für unterschiedliche Anwendungen

Mithilfe der Color Camera können sowohl monochrome als auch farbige Anwendungen auf einer gemeinsamen Hardwarebasis ausgeführt werden. Dadurch lässt sich die Bildverarbeitung flexibel an unterschiedliche Anforderungen anpassen. Maschinenbauer können je nach Einsatzfall zwischen verschiedenen Funktionen wählen, ohne zusätzliche Hardware integrieren zu müssen. Über die zentrale Software-Umgebung können Anwendungen konfiguriert und gewartet werden. Dies vereinfacht den Maschinenaufbau und unterstützt die Skalierung von Vision-Lösungen innerhalb bestehender Systeme.

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