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GKV fordert Bürokratieabbau
Kunststoffverarbeitung verbucht 2025 erneutes Umsatz-Minus
Montag, 23. Februar 2026
| Redaktion
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Die Umsätze der Kunststoff verarbeitenden Industrie sanken 2025 auf 68,2 Milliarden Euro
Die Umsätze der Kunststoff verarbeitenden Industrie sanken 2025 auf 68,2 Milliarden Euro, Bild: kunststoffindustrie-online.de / Susanne Woggon

Die Kunststoffverarbeitung in Deutschland verzeichnete 2025 erneut einen Umsatzrückgang. Nach Angaben des Gesamtverbandes Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) sanken die Erlöse im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent auf 68,2 Milliarden Euro. Gleichzeitig nahm die Zahl der Beschäftigten um 5.600 auf rund 307.000 ab. Der Exportanteil der Branche lag bei 43 Prozent. Angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Schwäche fordert der Verband tiefgreifende Reformen und einen spürbaren Abbau regulatorischer Belastungen.

Kunststoffverarbeitung unter Druck

Die anhaltend schwierige Konjunktur trifft die Kunststoffverarbeitung bereits seit mehreren Jahren. Steigende Kosten, zurückhaltende Investitionen und eine insgesamt schwache Industrienachfrage belasten viele Unternehmen. Auf der Jahres-Wirtschaftspressekonferenz des GKV in Frankfurt am Main mahnte Präsidentin Dr. Helen Fürst mehr Tempo bei wirtschaftspolitischen Entscheidungen an. Neben strukturellen Reformen sprach sie sich insbesondere für einen umfassenden Bürokratieabbau auf nationaler und europäischer Ebene aus.

Forderung nach Reformen und Entlastungen

Der Verband sieht vor allem in der Regulierungsdichte ein zentrales Hemmnis für die Wettbewerbsfähigkeit der Kunststoffverarbeitung. Dr. Helen Fürst appellierte an die Bundesregierung, keine zusätzlichen EU-Vorgaben umzusetzen, solange kein wirksamer Bürokratieabbau erfolgt sei. Wörtlich erklärte sie: „Deutschland braucht einen wirksamen Schutzwall gegen die Bürokratieflut aus Brüssel.“

Darüber hinaus forderte sie Reformen im Sozialstaat, um die Lohnnebenkosten zu dämpfen und die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts zu sichern.

Kunststoffverarbeitung: Appell an Politik und Gesellschaft

In ihrer Rede kritisierte die GKV-Präsidentin zudem eine aus ihrer Sicht fehlende wirtschaftspolitische Klarheit. „Misstrauen, Klassenkampfrhetorik, Neiddebatten und Empörungskultur schaden der gelebten Sozialpartnerschaft und stehen damit auch der versprochenen Wirtschaftswende im Weg“, betont Fürst in Frankfurt. Mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung formulierte sie einen deutlichen Appell: „,Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt!‘ muss die unmissverständliche Botschaft dieses Jahres sein!“ Die Kunststoffverarbeitung zählt mit mehr als 300.000 Beschäftigten zu den bedeutenden Industriezweigen in Deutschland. Vor dem Hintergrund der aktuellen Umsatzentwicklung sieht der GKV nun dringenden Handlungsbedarf, um Wettbewerbsfähigkeit, Investitionsbereitschaft und industrielle Wertschöpfung nachhaltig zu stärken.

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