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Weiterentwicklungen steigern Effizienz und Qualität von Mahlgütern
Digital gesteuerte und energiesparende Zerkleinerungsmaschinen für Kunststoffrecycling
Mittwoch, 29. April 2026
| Redaktion
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Zerkleinerungsmaschinen: Mark Hellweg am Modell der weiterentwickelten Nassschneidmühle
Mark Hellweg am Modell der weiterentwickelten Nassschneidmühle, Bild: Hellweg Maschinenbau

Zerkleinerungsmaschinen stehen im Mittelpunkt des Messeauftritts von Hellweg Maschinenbau auf der PRS Europe 2026 in Amsterdam. Der Anbieter zeigt Weiterentwicklungen seiner digital gesteuerten Systeme für das Kunststoffrecycling. Im Fokus stehen eine Nassschneidmühle sowie neue Funktionen zur Prozessüberwachung und Effizienzsteigerung. Die Anwendungen reichen von Folien über Hochleistungskunststoffe bis hin zu technischen Fasern und verdeutlichen die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten.

Zerkleinerungsmaschinen für präzise Flakes im Recyclingprozess

Die Nassschneidmühle mit Zwangszuführung ist für das Folienrecycling ausgelegt und erreicht Durchsätze von bis zu 5.000 Kilogramm pro Stunde. Das Antriebskonzept umfasst Motorleistungen zwischen 45 Kilowatt und 110 Kilowatt. Gleichzeitig liegt der Energieverbrauch bei etwa 70 Kilowattstunden bis 90 Kilowattstunden. Der Zerkleinerungsprozess basiert auf einem doppelten Scherenschnitt, der eine gleichmäßige Partikelgrößenverteilung ermöglicht. Die entstehenden Flakes zeichnen sich durch eine flache Geometrie aus und eignen sich für die Weiterverarbeitung. Eine spezielle Messeranordnung reduziert den Feinanteil. Ein überarbeitetes Verschluss- und Bedienkonzept ermöglicht zudem ein hydraulisches Öffnen und Verriegeln der Maschine, was Wartungszeiten verkürzt.

Digitalisierung verbessert Effizienz im Recyclingprozess

Alle Systeme können mit der Steuerung „Smart Control“ ausgestattet werden. Diese erfasst zentrale Betriebsparameter wie Stromverbrauch, Motordrehzahl und Lagertemperaturen. Zusätzlich werden Standzeiten von Verschleißteilen dokumentiert, wodurch sich Wartungsmaßnahmen besser planen lassen. Ein Ergänzungsmodul ist „smart sonic“. Hier wird der Materialstrom per Ultraschall gemessen und zur Regelung des Prozesses genutzt. Schwankungen im Betrieb werden reduziert, wodurch sich Energieverbrauch und Mahlqualität stabilisieren.

Mit „smart flow“ steht zudem eine Lösung zur Online-Messung des Durchsatzes zur Verfügung. Ein Sensor erfasst berührungslos den Schüttstrom und übermittelt die Daten an die Steuerung. Auf dieser Basis lassen sich Leistungskennzahlen über verschiedene Zeiträume hinweg auswerten und für die Produktionsplanung nutzen.

Zerkleinerungsmaschinen für unterschiedliche Materialien und Anwendungen

Die Maschinen sind für die Verarbeitung unterschiedlicher Kunststofftypen ausgelegt, unabhängig von deren mechanischen Eigenschaften. Dabei reduzieren die Zerkleinerungsmaschinen den Staub- und Feinanteil um bis zu 90 Prozent. Gleichzeitig lässt sich im Mahlbetrieb im Vergleich zu herkömmlichen Mühlen eine Stromeinsparung von bis zu 75 Prozent erreichen. Neben Kunststoffen können auch weitere Materialien wie Textilien, Vliese oder Produkte aus der Lebensmittel- und Tiernahrungsindustrie verarbeitet werden. Das Anwendungsspektrum reicht damit über das klassische Kunststoffrecycling hinaus.

Breites Portfolio für verschiedene Leistungsbereiche

Das Portfolio umfasst unterschiedliche Maschinentypen, von Labor- und Beistellmühlen bis hin zu Hochleistungssystemen für große Bauteile, Folien und Platten. Die Anlagen erreichen Durchsätze von mehreren Tonnen pro Stunde. Ergänzt wird das Angebot durch Randstreifenzerkleinerer sowie Anlagen für den Randbeschnitt in der Folien- und Plattenproduktion. Damit deckt das Portfolio unterschiedliche Anforderungen entlang der Verarbeitungskette ab.

Zerkleinerungsmaschinen als wirtschaftlicher Faktor im Recycling

Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Recyclingprozesse gewinnt die Qualität des Mahlguts an Bedeutung. Mark Hellweg, Geschäftsführer, ordnet die aktuelle Marktsituation ein: „Anspruchsvolle Recyclingvorgaben und die angespannte Lage beim Angebot von Kunststoff-Neuware machen die Verfügbarkeit von Mahlgütern zu einem entscheidenden Faktor für den Wertstoffkreislauf. Dabei entscheidet die Qualität des Mahlgutes maßgeblich über die Wirtschaftlichkeit seiner Nutzung. Die Mühlen von Hellweg setzen hier traditionell Maßstäbe hinsichtlich der Produktivität, der Energieeffizienz, der Staubarmut und der idealen Geometrie des Mahlguts für die Weiterverarbeitung. Auf der prs Europe zeigen wir, wie der Einsatz modernster Mühlentechnik Recyclern dabei helfen kann, die aktuellen Gegebenheiten als wirtschaftliche Chance zu nutzen.“

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