Stärkung der Fertigungstiefe und Standortbindung
Bürkert bündelt Kompetenz für Kunststofftechnik in neuem Zentrum in Criesbach
Freitag, 06. Juni 2025
| Redaktion
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Im neuen Kompetenzzentrum Kunststofftechnik von Bürkert sind Werkstoffanalyselabor, Werkzeugkonstruktion und -bau, Kunststofffertigung sowie ein Technikum in einem Gebäude vereint
Im neuen Kompetenzzentrum Kunststofftechnik sind Werkstoffanalyselabor, Werkzeugkonstruktion und -bau, Kunststofffertigung sowie ein Technikum in einem Gebäude vereint, Bild: Bürkert

Der Fluidikspezialist Bürkert hat am Standort Criesbach ein neues Kompetenzzentrum Kunststofftechnik in Betrieb genommen. Die Investitionssumme beträgt rund 20 Millionen Euro. Auf einer Fläche von 6.000 Quadratmetern vereint das Gebäude sämtliche Stufen der Kunststoff-Wertschöpfungskette unter einem Dach. Mit dem neuen Zentrum setzt der Hersteller ein klares Zeichen für die Bedeutung des Standorts und die strategische Ausrichtung auf eine hohe Fertigungstiefe. Durch die räumliche Zusammenführung von Entwicklung, Werkzeugbau, Technikum, Kunststofffertigung und Analytik sollen Effizienzpotenziale besser ausgeschöpft und Innovationsprozesse beschleunigt werden.

Durchgängige Prozesskette von Materialauswahl bis zur Serienfertigung

„Das Zusammenkommen aller Fachbereiche unter einem Dach verbindet die Mitarbeitenden entlang der gesamten Prozesskette“, freut sich Jürgen Häberle, verantwortlich für Konstruktion, Werkzeugbau und Kunststofffertigung, über die neu geschaffenen Rahmenbedingungen. Die neue Infrastruktur erleichtert laut Häberle die frühzeitige Abstimmung aller Anforderungen an Bauteile und Prozesse und sichert eine kunststoffgerechte Umsetzung.

Kompetenzzentrum Kunststofftechnik leistet Beitrag zur Stabilität globaler Lieferketten

Das Kompetenzzentrum Kunststofftechnik solle künftig als „Polymer Excellence Center“ innerhalb des weltweiten Fertigungsverbunds von Bürkert fungieren, erklärt Stefan Müller, Chief Technical Officer bei Bürkert, die tragende Rolle des Baus für die Zukunft des Unternehmens und ergänzt: „Mit der Kompetenz am Standort Criesbach hat Bürkert die Möglichkeit, Kundenanfragen aus aller Welt bis zur Serienfertigung zu entwickeln und zu bearbeiten. Anschließend kann die Serie in den Fertigungsstandorten in Deutschland, Frankreich, den USA, China oder Indien produziert werden. Das macht zum einen Lieferketten stabil und flexibel, reduziert den CO2-Fußabdruck der Produkte und zum anderen wird die wichtige Kunden- und Marktnähe geschaffen“. 

Perspektiven für weiteres Wachstum durch Umzug der Kunststofftechnik

Durch die Verlagerung der Kunststofftechnik in den Neubau werden zusätzliche Flächen auf dem Campus frei. Diese sollen zur Erweiterung der kundenspezifischen Systementwicklung und der Zerspanungstechnik genutzt werden. Insgesamt entsteht so ein Ausbaupotenzial von rund 30 Prozent.

Ende Mai wurde das neue Zentrum offiziell eröffnet. In Anwesenheit von Projektpartnern und Medienvertretern betonte die Unternehmensführung die Bedeutung des Neubaus für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit: „Die neue Nähe im Kompetenzzentrum Kunststofftechnik stärkt unsere Fertigungstiefe und macht uns ein Stück unabhängiger von fragilen Lieferketten und einem sich schnell wandelnden Umfeld“, fasst Stefan Müller abschließend zusammen.

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