Nettoumsatz von 487 Millionen Schweizer Franken
EMS-Gruppe steigert Ergebnis im ersten Quartal 2026 trotz schwierigem Marktumfeld
Mittwoch, 08. April 2026
| Redaktion
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EMS Stammwerk Domat in der Schweiz
EMS Stammwerk Domat in der Schweiz, Bild: EMS Group

Die EMS-Gruppe ist mit einem stabilen Geschäftsverlauf in das Jahr 2026 gestartet und konnte sich trotz eines herausfordernden Umfelds behaupten. Geopolitische Unsicherheiten, steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie volatile Handelsbedingungen prägen die Rahmenbedingungen. Dennoch zeigt sich, dass die strategische Ausrichtung auf spezialisierte Produkte und Neuentwicklungen Wirkung entfaltet. Auch wenn der Umsatz unter Vorjahr lag, konnte der Absatz verbessert werden.

EMS steigert Absatz und Ergebnis

Im ersten Quartal 2026 erzielte EMS einen Nettoumsatz von 487 Millionen Schweizer Franken. Im Vergleich zum Vorjahr mit 522 Millionen Franken wirkte sich insbesondere der starke Schweizer Franken belastend auf die Umsatzentwicklung aus. Gleichzeitig konnte das Unternehmen den Absatz steigern und das Betriebsergebnis verbessern. Die Ertragskraft entwickelte sich positiv, was auf die konsequente Fokussierung auf margenstarke Spezialitäten und neue Anwendungen zurückgeführt wird.

Im Einzelnen erzielte der Bereich Hochleistungspolymere einen Nettoumsatz von 439 Millionen Franken, nach 469 Millionen Franken im Vorjahr. Daraus ergibt sich ein Minus von 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Währungseffekte sorgten hierbei für einen Rückgang um 7,3 Prozent. Das Geschäftsfeld Spezialchemikalien verbuchte 48 Millionen Franken, im Vergleichszeitraum 2025 waren es 52 Millionen Franken. Das entspricht einem Einbruch von 8,1 Prozent, wobei auch hier die Währungseffekte eine negative Rolle spielen.

EMS reagiert auf geopolitische Unsicherheiten

Das wirtschaftliche Umfeld war bereits zu Jahresbeginn von Unsicherheiten geprägt. Wechselnde handelspolitische Rahmenbedingungen, insbesondere in den USA, sowie der Konflikt im Nahen Osten belasteten die globalen Märkte zusätzlich. Die Folge sind steigende Energiepreise und höhere Kosten für chemische Rohstoffe. Diese Entwicklungen wirken sich direkt auf Produktions- und Lieferketten aus und erhöhen den Anpassungsdruck für Industrieunternehmen.

Wachstum durch Innovation und lokale Partnerschaften

EMS konnte sich in diesem Umfeld durch eine stabile Auftragslage und neue Projekte behaupten. In allen Regionen wurde Wachstum verzeichnet. Ein zentraler Treiber ist die Innovationsstrategie. Insbesondere Lösungen zur Energieeinsparung sowie Anwendungen zum Ersatz metallischer Werkstoffe werden aktuell verstärkt nachgefragt. Gleichzeitig spielen lokale Entwicklungspartnerschaften eine wichtige Rolle, um gemeinsam mit Kunden Effizienzpotenziale zu erschließen und Kosten zu reduzieren. Auch der Ausbau der Vertriebs- und Entwicklungsstrukturen sowie eine global angelegte Verkaufsoffensive tragen zur positiven Entwicklung bei.

EMS erwartet weiterhin herausforderndes Umfeld

Für den weiteren Jahresverlauf rechnet EMS mit anhaltenden Belastungen durch geopolitische Spannungen und gestörte Lieferketten. Insbesondere eingeschränkte Energieexporte könnten die Versorgungssituation weiter verschärfen. Dennoch setzt das Unternehmen seine Strategie konsequent fort. Im Fokus stehen weiterhin spezialisierte Produkte, Neuentwicklungen und Lösungen zur Energie- und Ressourceneffizienz. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet EMS einen währungsbedingt unter dem Vorjahr liegenden Nettoumsatz. Das Betriebsergebnis soll hingegen leicht über dem Vorjahresniveau liegen.

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