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Praxisbeispiele von Bosch und Eaton zeigen Potenzial für Industrie und Kunststoffverarbeitung
BASF reduziert den CO2-Fußabdruck technischer Kunststoffe durch Einsatz erneuerbarer Energien
Freitag, 07. August 2026
| Redaktion
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CO2-Fußabdruck: BASF treibt die grüne Trans­formation der Kunst­stoff­industrie mit Green Energy Manu­facturing voran. Durch den Einsatz erneuer­barer Energien in der Produktion können Kunden den Product Carbon Footprint ihrer Produkte reduzieren, ohne Änderungen an Prozessen, Qualität oder Spezi­fi­kationen. Praxis­bei­spiele von Bosch und Eaton zeigen erhebliche CO2-Einsparungen
BASF treibt die grüne Trans­formation der Kunst­stoff­industrie mit Green Energy Manu­facturing voran. Durch den Einsatz erneuer­barer Energien in der Produktion können Kunden den Product Carbon Footprint ihrer Produkte reduzieren, ohne Änderungen an Prozessen, Qualität oder Spezi­fi­kationen. Praxis­bei­spiele von Bosch und Eaton zeigen erhebliche CO2-Einsparungen, Bild: BASF

Nachhaltigkeit entwickelt sich für die Kunststoffindustrie zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Steigende Anforderungen an Transparenz, CO2-Reduktion und Kreislaufwirtschaft sowie regulatorische Vorgaben wie die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) erhöhen den Handlungsdruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette. BASF begegnet diesen Anforderungen mit der Engineering Plastics Sustainability Toolbox. Das Portfolio umfasst Materialien, Dienstleistungen und digitale Lösungen, die Unternehmen dabei unterstützen, ihren CO2-Fußabdruck messbar zu reduzieren. Die Berechnungen des Product Carbon Footprint entsprechen den Anforderungen und Leitlinien der ISO 14067:2018, bestätigt durch eine Methodenprüfung des Tüv Rheinland.

CO2-Fußabdruck ohne Änderungen an bestehenden Prozessen senken

Ein zentraler Bestandteil der Sustainability Toolbox ist Green Energy Manufacturing. Dabei werden technische Kunststoffe unter Einsatz erneuerbarer Energien hergestellt. Strom, Dampf und Wärme aus fossilen Energieträgern werden durch nachhaltige Alternativen ersetzt, ohne dass sich Produktqualität oder Verarbeitbarkeit verändern. Für die Bereitstellung erneuerbarer Prozessenergie nutzt BASF unter anderem grünen Strom für elektrische Boiler und Wärmepumpen, Prozessabwärme sowie Biomethan als Ersatz für fossiles Erdgas. Da sich die Materialien als Drop-in-Lösung in bestehende Fertigungsprozesse integrieren lassen, können Verarbeiter ihren CO2-Fußabdruck reduzieren, ohne Produktionsabläufe anpassen zu müssen.

BASF unterstützt Unternehmen bei CSRD und Scope-3-Emissionen

Die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks gewinnt insbesondere im Hinblick auf Scope-3.1-Emissionen an Bedeutung. Diese entstehen durch eingekaufte Waren und Dienstleistungen und stellen viele Unternehmen vor Herausforderungen bei der Erfüllung der CSRD-Anforderungen. Mit Green Energy Manufacturing erhalten Kunststoffverarbeiter eine Möglichkeit, ihre Emissionsbilanz zu verbessern und gleichzeitig ihre Nachhaltigkeitsstrategie weiterzuentwickeln. Da die Materialeigenschaften unverändert bleiben, lassen sich bestehende Anwendungen ohne zusätzliche Qualifizierungsaufwände fortführen.

Bosch und Eaton setzen auf Materialien mit reduziertem CO2-Fußabdruck

Wie sich dieser Ansatz in der Praxis umsetzen lässt, zeigen Projekte mit Eaton und Bosch. Eaton integriert Materialien mit reduziertem Product Carbon Footprint in seine Fertigungsprozesse. Erste Anwendungen laufen bereits am Produktionsstandort Schrems in Österreich. Durch die nahtlose Integration in bestehende Prozesse sollen Produkte mit geringerem CO2-Fußabdruck entstehen, ohne Einbußen bei Leistung, Sicherheit oder Fertigungseffizienz. „Die Zusammenarbeit mit Lieferanten wie BASF unterstützt Eaton dabei, unsere Nachhaltigkeitsziele schneller zu erreichen, indem wir den CO2-Fußabdruck unserer volumenstarken Elektroprodukte reduzieren“, sagt Riccardo Di Federico, Product Line Leader, Final Distribution bei Eaton und ergänzt: „Lösungen, die sich nahtlos in bestehende Prozesse integrieren lassen, sind besonders wichtig, da die Industrie ihre Dekarbonisierungsbemühungen skaliert.“

Auch Bosch nutzt Green Energy Manufacturing als Baustein seiner Nachhaltigkeitsstrategie. Für ein von Bosch bezogenes Produkt erwartet das Unternehmen bei den im Jahr 2026 eingekauften Mengen eine Reduzierung des CO2-Fußabdrucks um rund 1.000 Tonnen CO2-Äquivalente, ohne dafür Produktionsprozesse umstellen zu müssen. „Als langjähriger Lieferant im Materialfeld thermoplastischer Kunststoffe sorgt BASF für hohe Qualitäts- und Innovationsstandards unserer Produkte. Insbesondere die globale Aufstellung sowie der Einsatz CO2-reduzierter Materialien leisten einen wichtigen Beitrag zu unserer Wettbewerbsfähigkeit.“, sagt Selina Schober, Global Supplier Key Account Manager, Global Purchasing Raw Material Plastics bei Robert Bosch.

CO2-Fußabdruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette reduzieren

Neben Green Energy Manufacturing umfasst die Engineering Plastics Sustainability Toolbox weitere Lösungen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit. Dazu gehören hochwertige Rezyklate aus mechanischem Recycling sowie Massenbilanzlösungen auf Basis alternativer Rohstoffe. Nach Angaben von BASF konnten Unternehmen mit den Engineering-Plastics-Lösungen ihren CO2-Fußabdruck bereits im Jahr 2025 um insgesamt rund 2.000 Tonnen pro Jahr reduzieren. Das Unternehmen sieht darin einen Beitrag, um Klimaziele zu erreichen, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und die Wettbewerbsfähigkeit der Kunststoffindustrie langfristig zu stärken.

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