Nachhaltige Materialkonzepte gewinnen in der Lebensmittelindustrie zunehmend an Bedeutung. Vor allem biobasierte Compounds und Folien rücken in den Fokus, da sie fossile Rohstoffe reduzieren und gleichzeitig regulatorische Anforderungen erfüllen können. Südpack stellt deshalb neue Materiallösungen auf Basis nachwachsender Rohstoffe auf der diesjährigen KPA in Bad Salzuflen vor. Im Mittelpunkt stehen biobasierte Compounds sowie PLA-Folien für anspruchsvolle Anwendungen in Verpackung, Industrie und Lebensmittelverarbeitung.
Biobasierte Compounds gewinnen an Relevanz
Weltweit steigt die Nachfrage nach biobasierten Kunststoffen kontinuierlich an. Prognosen zufolge wird sich die Produktionsmenge dieser Kunststoffe bis 2030 nahezu verdoppeln. Besonders stark wachsen die Kapazitäten für PLA, PHA sowie biobasierte Polyolefine wie Bio-PE, Bio-PET und Bio-PP. Mit seinen hochwertigen biobasierten Compounds und Folien reagiert Südpack auf diese Entwicklung. Neben seinem Produktportfolio präsentiert das Unternehmen insbesondere seine Verarbeitungskompetenz bei biobasierten Materialien. Denn biobasierte Kunststoffe stellen andere Anforderungen an Additive, Prozessparameter und Verarbeitungstechnologien als fossile Rohstoffe.
PLA- und PBS-Compounds für unterschiedliche Anwendungen
Die PLA- und PBS-Compounds von Südpack sollen technologische Leistungsfähigkeit mit ökologischen Anforderungen verbinden. Durch gezielte Compoundierung können mechanische, funktionale und optische Eigenschaften an die jeweilige Anwendung angepasst werden. PLA-basierte Compounds zeichnen sich insbesondere durch hohe Steifigkeit, gute Oberflächenqualität und vielseitige Modifizierbarkeit aus. PBS-basierte Compounds bieten dagegen höhere Flexibilität und Schlagzähigkeit sowie die Möglichkeit einer kontrollierten biologischen Abbaubarkeit. Je nach Formulierung können die Materialien unter definierten Bedingungen industriell kompostierbar ausgelegt werden.
Nachhaltige Materiallösungen: Biobasierte Compounds reduzieren fossile Rohstoffe
Für Anwendungen mit klassischen Polyolefinen bietet Südpack zusätzlich biobasierte PP-Compounds sowie PE-Compounds auf Basis massenbilanzierter biogener Rohstoffe an. Damit sollen fossile Ressourcen reduziert werden, ohne bestehende Materialeigenschaften oder Verarbeitungsprozesse grundlegend zu verändern. Gerade für die Lebensmittelindustrie ist dies relevant, da vorhandene Produktionslinien und Verpackungsprozesse weiter genutzt werden können.
PLA-Folien für Verpackungen und technische Anwendungen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den PLA-Folien der „Planova“-Familie. Die biobasierten Folien werden unter anderem aus Zuckerrohr oder Maisstärke hergestellt und sind lebensmittelecht ausgelegt. Je nach Materialausführung können die Folien unter industriellen Kompostierbedingungen biologisch abgebaut werden. Die Anwendungsbereiche reichen von Verpackungen für Obst, Gemüse, Salate oder Kräuter bis hin zu technischen und industriellen Anwendungen. Darüber hinaus eignen sich die transparenten Folien für Tragetaschen, Sichtfenster in Papierverpackungen sowie Verpackungen für medizinische Produkte.
Verarbeitungskompetenz für biobasierte Compounds entscheidend
Parallel zur steigenden Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungslösungen gewinnt auch die Verarbeitungskompetenz bei biobasierten Materialien an Bedeutung. Denn diese Werkstoffe reagieren häufig sensibler auf Prozessparameter und Materialkombinationen als konventionelle Kunststoffe. Deshalb positioniert sich Südpack nicht nur als Materiallieferant, sondern auch als Entwicklungspartner für die Verarbeitung biobasierter Compounds und Folien in anspruchsvollen Anwendungen der Lebensmittelindustrie. Der Hersteller zeigt seine Lösungen vom 09. bis 11. Juni 2026 auf der KPA. Sie finden Südpack auf der KPA in Bad Salzuflen in Halle 12 am Stand C8.