Der Spezialchemiekonzern Evonik hat seine Prognose für das Geschäftsjahr 2025 erreicht und hält zugleich an seinem Ausblick für das laufende Jahr fest. Nach endgültigen Zahlen lag das bereinigte Ebitda bei 1,87 Milliarden Euro und damit im Bereich der zuvor erwarteten rund 1,9 Milliarden Euro. Bereits Anfang Februar hatte Evonik entsprechende vorläufige Ergebnisse veröffentlicht. Der Umsatz des Unternehmens belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf 14,1 Milliarden Euro. Damit lag er rund sieben Prozent unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig konnte der Konzern seine finanzielle Stabilität unter Beweis stellen. Unter dem Strich erzielte Evonik im Jahr 2025 ein Konzernergebnis von 265 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr, als 222 Millionen Euro ausgewiesen wurden, entspricht dies einer moderaten Verbesserung.
Evonik-Segment Advanced Technologies unter Druck durch Preise und Währungen
Im Segment Advanced Technologies umfasst unter anderem Hochleistungskunststoffe, Wasserstoffperoxid, Vernetzungsmittel und Zusätze für Tierfutter. Der Umsatz sank leicht um zwei Prozent auf 5,97 Milliarden Euro. Ursache dafür waren vor allem niedrigere Verkaufspreise sowie negative Wechselkurseffekte. Gleichzeitig konnten die Absatzmengen leicht gesteigert werden. Der Geschäftsbereich Animal Nutrition verzeichnete eine moderate Umsatzsteigerung, getragen von höheren Absatzmengen, während die Verkaufspreise im Jahresverlauf nachgaben. Auch im Bereich Organics entwickelten sich die Mengen positiv. Nachfrageimpulse kamen unter anderem aus Anwendungen für Hochleistungskunststoffe, beispielsweise im 3D-Druck oder bei Membranen und Schäumen.
Bei Vernetzern sorgte hingegen zunehmender Wettbewerb für deutlichen Preisdruck. Im Bereich Inorganics gingen die Erlöse leicht zurück, da geringere Absatzmengen und Währungseffekte die weitgehend stabilen Preise überlagerten. Das bereinigte Ebitda des Segments belief sich auf 944 Millionen Euro, ein Rückgang von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Custom Solutions verzeichnet geringere Mengen
Im Segment Custom Solutions bündelt Evonik maßgeschneiderte Additive für Beschichtungen, Polyurethanschaum, Schmierstoffe sowie Inhaltsstoffe für Kosmetik- und Reinigungsprodukte. Hier reduzierte sich der Umsatz um vier Prozent auf 5,49 Milliarden Euro. Ausschlaggebend waren insbesondere niedrigere Absatzmengen sowie negative Währungseffekte, während die Verkaufspreise leicht anstiegen. Im Bereich Additives zeigte sich eine schwächere Nachfrage nach Additiven für Polyurethanschäume, langlebige Konsumgüter sowie für Farben- und Beschichtungsanwendungen. Öladditive entwickelten sich dagegen stabil mit leichten Mengenzuwächsen. Der Geschäftsbereich Care erzielte mit stabilen Absatzmengen und leicht verbesserten Preisen einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Das bereinigte Ebitda des Segments lag bei 909 Millionen Euro und damit sieben Prozent unter dem Vorjahreswert.
Evonik erwartet weiterhin herausforderndes Jahr 2026
Auch im Jahr 2026 rechnet Evonik mit einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld. Trotz dieser Rahmenbedingungen hält der Spezialchemiekonzern an seiner Prognose fest und erwartet ein bereinigtes Ebitda zwischen 1,7 und zwei Milliarden Euro. Damit bleibt das Unternehmen auf Stabilität und Effizienz ausgerichtet, während Nachfrageentwicklung, Preisniveau und Wechselkurse weiterhin maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben dürften.