
Die Kunststoffindustrie steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Eine stärkere Verzahnung von Digitalisierung und Automatisierung gilt zunehmend als Schlüssel, um Effizienzpotenziale auszuschöpfen und den Übergang zur Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen. Schneider Electric greift diese Entwicklung auf und thematisiert auf der Messe K 2025 in Düsseldorf zentrale Herausforderungen und Lösungsansätze mit besonderem Fokus auf den Recyclingprozess.
Digitalisierung als Hebel für nachhaltige Wertschöpfungsketten
Fragmentierte Prozesse und mangelnde Rückverfolgbarkeit prägen vielerorts die Recycling-Infrastruktur. Schneider Electric verfolgt daher einen integrativen Ansatz, der auf Interoperabilität und offene Systemarchitekturen setzt. Ziel ist es, durch datengestützte Technologien eine bessere Kontrolle und Steuerung entlang des Lebenszyklus von Kunststoffprodukten von der Abfallsammlung über die Sortierung bis hin zur Wiederverwertung zu ermöglichen.
Automatisierung in der Kunststoffindustrie: Fokus auf EcoStruxure Automation Expert
Ein zentrales Thema des Messeauftritts ist die Plattform „EcoStruxure Automation Expert“. Diese Lösung ermöglicht durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz eine dynamische Anpassung und Optimierung von Recyclingprozessen in Echtzeit. Die daraus resultierende Effizienzsteigerung entlang der Wertschöpfungskette verbessert zugleich die Rückverfolgbarkeit von Materialströmen . Dies ist ein entscheidender Schritt in Richtung einer wirtschaftlich tragfähigen Kreislaufwirtschaft.
Offene Systemarchitektur für flexible Digitalisierung
Durch die Implementierung offener Standards wie IEC 61499 sowie eine softwarezentrierte Systemarchitektur schafft Schneider Electric die Basis für skalierbare und herstellerunabhängige Automatisierungslösungen. Die Plattform erlaubt es, sowohl eigene als auch fremde Hardware zu integrieren und unterstützt die Umsetzung in Edge- und Cloud-Umgebungen. Virtuelle SPS-Lösungen sowie zentrale Tools für Engineering und Simulation reduzieren den Aufwand für Inbetriebnahme und Wartung.
Nachhaltigkeit durch digitale Zwillinge und Datenräume
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Nutzung digitaler Datenräume über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. So lassen sich beispielsweise Umweltwirkungen systematisch erfassen und analysieren. Unternehmen können diese Informationen für fundierte Entscheidungen im Produktdesign sowie zur Förderung neuer Recyclingverfahren wie der PET-Depolymerisation einsetzen. Ergänzend wird eine automatisierte Berechnung von Ökobilanzen (Life Cycle Assessment) angeboten.
Digitalisierung ermöglicht nachhaltige Prozessoptimierung
Die von Schneider Electric vorgestellten Technologien sollen Unternehmen der Kunststoffindustrie dabei unterstützen, den Wandel hin zu einer kreislauforientierten Produktion voranzutreiben. Durch digitale Werkzeuge lassen sich nicht nur betriebliche Abläufe effizienter gestalten, sondern auch ökologische Zielsetzungen systematisch in die industrielle Praxis integrieren. Sie finden Schneider Electric auf der K 2025 in Düsseldorf in Halle 10 am Stand D30.